Freizeit und Unterhaltung

Freizeitgestaltung vor rund 1.800 Jahren am Limes: kein Gameboy, kein Fernseher, keine Computerspiele! Und dennoch finden sich auch in den Lagerdörfern der Kastelle Spuren antiker Unterhaltungskultur.

Zentraler Treffpunkt: die Bäder

Die Bäder bildeten dabei einen unverzichtbaren Bestandteil. Sie waren die zentralen Treffpunkte der Siedlungen. Selbst die kleinsten Anlagen boten den Besuchern die Annehmlichkeiten mediterraner Badekultur. Das Militär sorgte für den Bau und Unterhalt dieser Thermen, ihre Nutzung stand aber den Zivilisten offen.

Gladiatorenkämpfe und Würfelspiele

Und mehr noch: Im Lagerdorf von Kastell Arnsburg gab es sogar eine kleine Arena, in der Gladiatoren auftreten konnten. Doch auch zu Hause oder in der Kneipe konnte man die damals spärliche Freizeit mit Spielen verbringen. Würfel aus Bein und Spielsteine aus verschiedenen Materialien finden sich bei Ausgrabungen in jeder Siedlung des Limesgebiets. Aber Vorsicht: Glücksspiel um Geld war in römischer Zeit verboten!

(cw)

"Jagen, baden, spielen und lachen – das heißt leben!"
Römische Inschrift aus Thamugadi/Timgad (Algerien)