Götter und geheime Mächte - Religion

Die meisten Menschen im Römischen Reich glaubten an die Existenz einer Vielzahl von Göttern, die zum Teil recht menschliche Eigenschaften besaßen.

Die Römer übernahmen nicht nur die "klassischen" griechischen Gottheiten unter lateinischen Namen, sondern auch viele Götter anderer eroberter Völker. Dabei war allein die Verehrung des Kaisers im gesamten Reich vorgeschrieben. Heiligtümer, Weihesteine und Altäre waren auch im öffentlichen Raum des Limesgebietes allgegenwärtig.

Man opferte den Göttern Speisen, Getränke und andere Weihegaben wie Figuren aus Terrakotta, um sie günstig zu stimmen. Magie und Aberglaube bildeten damals feste Bestandteile der Religion. Unheil abwehrende Symbole und Zeichen trug man daher nicht nur als Amulette – sie finden sich auch auf vielen Gegenständen des täglichen Bedarfs. Und auch im Umgang mit den Toten galt es, festen Regeln zu folgen. Sonst drohten unangenehme Folgen...

(cw)

"Der größte Vorzug des römischen Gemeinwesens aber scheint mir in ihrer Ansicht von den Göttern zu liegen, und (…) eben die Grundlage des römischen Staates zu bilden: eine beinahe abergläubische Götterfurcht."
Polybios (um 200-um 120 v. Chr.)