An gedeckten Tischen – Römische Tischkultur

Das gemeinsame Mahl mit der Familie und Freunden bildete in der Antike einen wichtigen Bestandteil der Freizeitgestaltung.

Hauptmahlzeit am Nachmittag

Die Hauptmalzeit der Römer war die cena, zu der man sich bereits am späten Nachmittag einfand. Anders als heute lag man(n) dabei zu Tisch – auf einer Liege (Kline). Frauen und Kinder saßen oft auf Stühlen oder in Sesseln. Gabeln sucht man auf römischen Tischen vergeblich: Man nutzte stattdessen die spitzen Enden der Löffel oder nahm einfach die Finger.

Römische Tischkultur auch am Limes

Doch nicht nur das gemeinsame Essen und Trinken stand beim convivium, dem Gastmahl, im Blickpunkt. Musik- und Tanzdarbietungen, Lesungen – für die Unterhaltung der Gäste konnte man einiges investieren! So auch in die repräsentative Gestaltung des Speiseräume sowie eine möglichst sehenswerte Ausstattung mit Tafelgeschirr. Trink- und Essgefäße aus Bronze, Glas und importiertem Tongeschirr gehörten auch zur antiken Tischkultur in den Siedlungen am Limes.

(cw)

"Man setzt dir vor – und man hält` s in Fingern, die sich dabei verbrennen – grünen Kohl auf schwarzer Schüssel, der gerade erst den frostigen Garten verließ, ein Würstchen, das sich im schneeweißen Brei eindrückt und helle Bohnen mit rötlichem Speck."
M. Valerius Martialis (40-102/104 n. Chr.)