Römisch Wohnen am Kastell

Die Bebauung der Lagerdörfer von Kastellen wie Arnsburg und Inheiden unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von modernen Reihenhaussiedlungen: Wohnhäuser standen entlang der Straßen dicht nebeneinander.

Es waren zunächst Fachwerkhäuser mit Dächern aus Holzschindeln oder Reet. Erst im 3. Jahrhundert erbaute man sie zumindest teilweise aus Stein, erhielten sie eine Dachbedeckung mit Schieferplatten. Ziegel und Fensterglas wurden vor allem bei öffentlichen Gebäuden wie den Bädern verwendet.

Von der Innenausstattung der Häuser wissen wir wenig. Ihre Wände waren weiß verputzt - wer es sich leisten konnte, ließ Wandmalereien anfertigen. Von dem überwiegend aus Holz gefertigten Mobiliar ist kaum etwas erhalten. Bei Ausgrabungen findet man noch Metallbeschläge von Möbeln und Kisten sowie Teile des Hausrats. Öllampen durften dabei nicht fehlen – ohne sie hätten die Bewohner große Teile des Tages im Dunkeln gesessen!

(cw)