Pohlheim - Turmstelle Wp 4/45

Von ihrem Wachturm auf der höchsten Erhebung der Gegend mit 290 Metern Höhe hatten die Römer im damals noch unbewaldeten Gebiet einen guten Fernblick in alle Richtungen.

Vier Hügel im Wald

Direkt hinter dem gut erkennbaren Limeswall lassen sich heute im Gelände vier Hügel ausmachen. Einer von ihnen gilt als Standort eines römischen Holzturms, ein anderer wurde als Rest eines mittelalterlichen Grenzturms identifiziert. Dieses Nebeneinander zeigt uns deutlich, dass auch nach dem Untergang des römischen Reiches der alte Grenzverlauf als Territorialgrenze und später als Gemarkungsgrenze diente.

Ein römischer Holzturm?

Der südlichste Hügel hat einen Durchmesser von 22 Metern. Spuren im Gelände weisen darauf hin, dass er von einem Graben umgeben wurde. Funde von dieser Stelle lassen vermuten, dass hier ein römischer Wachturm aus Holz gestanden hat.

Mittelalterlicher Grenzturm auf römischem Fundament?

Von dem vermutlich mittelalterlichen Grenzturm war zu Zeit der Ausgrabungen durch die Limesreichskommission noch ein rundes Steinfundament von etwa 12 Metern Durchmesser und 60 cm Höhe erhalten. Heute findet man hier nur noch einen Schutthügel. Der Turm war vermutlich als Warte Teil der sog. Solmser Landhege (oder Landwehr).

Möglicherweise wurde dieser mittelalterliche Wachturm auf das steinerne Fundament eines römischen Limesturms gebaut.

(ssb)